Kolumne von Dagmar Böcker-Schüttken (Quelle Cube):

Vom Arbeiterviertel zum Szenestandort mit Potential

Düsseldorf ist für zwei große Sportvereine bekannt: Fortuna Düsseldorf und die DEG. Beide sind im Stadtbezirk 2 beheimatet, welcher die Stadtteile Flingern-Nord, Flingern-Süd und Düsseltal umfasst. Im Zentrum des aktuellen Interesses steht vor allen Dingen der Stadtteil Flingern-Nord.

Denn auch wenn in ganz Düsseldorf schon lange ein demografischer Wandel deutlich spürbar ist, lässt sich vor allem in Flingern-Nord ein deutlicher Aufschwung verzeichnen. So hat sich das frühere Arbeiterquartier östlich der Innenstadt in einem rasanten Tempo zu einem attraktiven und noch relativ günstigen Wohn- und Arbeitsort entwickelt, der vor allem Kreative und Familien anzieht. Und die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Die junge Szene, die dazugehörigen Bars, Kneipen, Ateliers und Geschäfte, locken immer mehr gut betuchte Menschen in den Stadtteil, der sich nicht zuletzt auch dank seiner bunten Gastroszene zu einem Magneten für Düsseldorfer aller Generationen entwickelt hat.

Dabei ist es nicht nur angesagt, in diesem neuen Szeneviertel zu wohnen, sondern auch zu shoppen, zu entspannen, Kultur zu erleben und die vielen individuellen Restaurants oder Bars zu besuchen.

Viele Vermieter haben bereits die schönen Altbauten saniert und zahlreiche Neubauprojekte tragen zur Veränderung des Stadtteils bei. Auch ein Grund für die große Anziehungskraft Flingerns ist die Tatsache, dass der Stadtteil Zentralität, verbunden mit einer vielfältigen Infrastruktur, einem wachsenden kulturellen Angebot und der direkten Nähe zur Natur bietet.

Jede Menge Vorzüge also, die dafür sorgen, dass die Nachfrage und dementsprechend natürlich auch die Immobilienpreise in Flingern-Nord immer weiter steigen. Da sich in einigen Bereichen bereits ein beinahe vollständiger Wechsel der Bevölkerungsstruktur vollzogen hat, sind Quadratmeterpreise von circa 4.200 Euro/m² und das 17,5-fache der Jahresmiete beim An- oder Verkauf einer Immobilie als Kapitalanlage keine Seltenheit mehr.

Flingern-Süd hingegen hat seine industrielle Prägung bis heute bewahrt, was sich auch im Miet- und Kaufpreisniveau äußert. So können Wohnungen um 8 Euro/m² angemietet werden und die Kaufpreise für Eigentumswohnungen beginnen bei – für Düsseldorfer Verhältnisse – eher schmalen circa 1.500 Euro/m². Nachdem Flingern-Nord eine enorme Entwicklung durchlaufen hat, rückt bei Projektentwicklern nun auch der Süden Flingerns verstärkt in den Fokus. Keine Frage, Flingern ist und bleibt ein spannendes Pflaster. Somit kommt Böcker Wohnimmobilien auch in ihrem neuen Wohnlagenbericht auf ein positives Ergebnis. Doch wie geht es weiter? Eines steht fest: Flingern befindet sich in einem Wandel, dessen Ende noch längst nicht in Sicht ist.

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