Kolumne von Thomas Schüttken (Quelle Rheinische Post):

Investitionen in Sachwerte wie Immobilien sind derzeit hoch im Kurs. Kein Wunder, denn in Zeiten niedriger Zinsen bringt Bares auf den klassischen Sparkonten keine Rendite. Die versprechen sich Anleger langfristig von ihrer Anlage in Betongold. Grundsätzlich unterscheidet man dabei direkte oder indirekte Investitionen. Handelt es sich bei der direkten Investition um die direkte, physische Anschaffung eines Objektes, so investiert man bei der indirekten Investition in Anteile, beziehungsweise Aktien einer Projektgesellschaft oder eines Immobilienunternehmens. Eine noch nicht so bekannte Alternative bietet das sogenannte „Crowd Investment“. Damit kann jedermann Kleinbeträge schon unter 500 € objektgebunden investieren und so am wirtschaftlichen Erfolg von Immobilienprojekten teilhaben. Die Idee, über viele Anleger eine Immobilie zu realisieren, ist nicht neu.

Schon 1885 wurde der Sockel der New Yorker Freiheitsstatue zur Hälfte über Crowdfunding finanziert, damals allerdings ohne Internet. Heute finden sich Crowdinvesting-Plattformen im Netz, Anbieter wie z.B. Exporo bieten einfache und schnelle Möglichkeiten, Geld anzulegen. Die Renditen liegen je nach Projekt zwischen fünf und sieben Prozent. Crowdinvestoren haben auch meistens die Möglichkeit, sich direkt mit den Projekt-Initiatoren auszutauschen und können somit selbst einschätzen, ob sie ein Immobilienprojekt erfolgversprechend finden oder nicht. Das schafft eine gewisse Transparenz und Identifikation mit dem Projekt, die abstrakte Finanzprodukte oft nicht bieten. Aber aufgepasst! Auch hier gilt wie für alle Investments: Je höher die Rendite, desto höher ist immer auch das Risiko. Darum sollte auch hier jedes einzelne Projekt gründlich geprüft werden.

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