Kolumne von Thomas Schüttken (Quelle Rheinische Post):

Immobilien sind eigentlich der Inbegriff des Analogen. Steine, Beton, Glas und Stahl sind handfeste Materialien, in der realen Welt für jedermann greifbar. Da scheint die digitalisierte Welt auf den ersten Blick weit weg. Ein Trugschluss.

Denn die Digitalisierung ist schon lange in der Immobilienwirtschaft angekommen, sie ist ein Megatrend. Ein komplexes Thema, bei dem aber nicht nur neue Informations- und Kommunikationstechnologien im Mittelpunkt stehen. Diese haben unser Tagesgeschäft schon längst grundlegend verändert: Google, Webseiten, Landing-Pages, Portale – das Internet ist für die Immobilien-Vermarktung zum wichtigsten Partner geworden.

Bei der Digitalisierung geht es aber nicht nur um die technische Umsetzung, den Transfer von analogen Daten ins Digitale. Bei der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft geht es um viel mehr: Um die notwendige Standardisierung zur Automation von Prozessen und Geschäftsmodellen. Um die Vernetzung von Technik, Informationen und Menschen. Um besseren Service, mehr Effizienz und neue Geschäftsfelder. Es geht darum, die Kunden zukünftig noch effektiver und besser bedienen zu können. Dafür müssen Unternehmer grundsätzlich umdenken und ihr strategisches Handeln auf die Herausforderungen ausrichten, vor die uns neue Technologien und die Erwartungen an diese stellen. Sie sollten also die Digitalisierung als wichtigen Teil ihrer Unternehmensstrategie begreifen.

Die Chancen liegen klar auf der Hand: Am Ende haben Mitarbeiter deutlich mehr Zeit für den persönlichen Kundenkontakt. Und das ist in der analogen und realen Welt für jeden Unternehmer das Wichtigste: Zufriedene Kunden, die sich bestens betreut fühlen, weil Mitarbeiter ihnen Zeit schenken, Zeit schenken können. Egal ob analog oder digital: Der Kunde muss Herzenssache bleiben.

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